Schramberg, 20. November 2025 – Durch den Verkauf von 15 % der Anteile an der Schweizer Electronic (Jiangsu) Co., Ltd. ("SEC") an die WUS Printed Circuit (Kunshan) Co., Ltd. und den Verkauf einiger chinesischer Patente stärkt SCHWEIZER seine Kapitalstruktur. Dies bildet die Basis für wichtige Zukunftsinvestitionen, welche dem Unternehmen den Zugang zu neuen Wachstumssegmenten wie Aviation & Defence ermöglicht und gleichzeitig die Wettbewerbsfähigkeit deutlich steigert.
Aus den Transaktionen ergibt sich ein Gesamtmittelzufluss von rund 21 Mio. Euro. Dies verbessert sowohl die Kapitalstruktur als auch die Liquidität der SCHWEIZER-Gruppe nachhaltig. Der Vollzug der Transaktion („Closing“) wird vorbehaltlich der üblichen Vollzugsbedingungen voraussichtlich noch vor Jahresende 2025 erfolgen.
Beitrag zur strategischen Transformation und Standortsicherung
Die zufließenden Mittel werden konsequent zur Umsetzung der Transformation der strategischen Ausrichtung des Geschäftsmodells und des Standorts Schramberg eingesetzt.
SCHWEIZER setzt dabei weiterhin bewusst auf den Produktionsstandort Schramberg. Das Unternehmen ist überzeugt von der Notwendigkeit stärkerer lokaler Wertschöpfung, höherer Lieferkettensicherheit und der zuverlässigen Versorgung des europäischen und nordamerikanischen Elektronikmarktes mit Produkten aus resilienten Lieferketten. Die Investitionen werden konsequent auf die Voraussetzungen für die erfolgreiche Skalierung des Non-Automotive Marktes fokussiert, ohne den Markt für Automobilelektronik zu vernachlässigen.
Gleichzeitig führt das Unternehmen seine erfolgreiche Fab-Light-Strategie konsequent fort. Trotz der veränderten Beteiligungsverhältnisse bleibt die SEC auch künftig ein zentraler Bestandteil des SCHWEIZER „Fab-Light-Konzepts“. SCHWEIZER wird seinen Kunden neben den Fertigungskapazitäten in Deutschland weiterhin eine breite Palette an Produkten aus Asien anbieten und ein immer leistungsfähigeres, global ausgerichtetes Lieferportfolio gewährleisten.
Nicolas-Fabian Schweizer, Vorstandsvorsitzender der Schweizer Electronic AG, äußert sich zur Transaktion wie folgt: „Mit gezielten Investitionen schaffen wir die Grundlage, um Schramberg technologisch weiter zu stärken und unsere besonderen Lösungskompetenzen auszubauen. Zugleich erhöhen wir die Robustheit und Verlässlichkeit unserer Wertschöpfungskette und stellen sicher, dass sensible Anwendungen und kritische Infrastrukturen in Europa auf eine nachvollziehbare, vertrauenswürdige Fertigung zurückgreifen können. Darüber hinaus eröffnen die aktuellen industriepolitischen Impulse im Sicherheits- und Verteidigungssektor zusätzliche, attraktive Wachstumsfelder, in denen wir unsere Position weiter festigen werden.“
Marc Bunz, Finanzvorstand der Schweizer Electronic AG, ergänzt: „Die Veräußerung weiterer Anteile an der Schweizer Electronic (Jiangsu) Co., Ltd. wird maßgeblich dazu beitragen, die Liquidität und das Eigenkapital des Konzerns signifikant zu verbessern. Dennoch werden wir das unternehmensweite Effizienz- und Strategieprogramm unvermindert fortführen.“
Signifikante Stärkung der Bilanz und Anpassung des Ausblicks 2025
Auf Basis der Transaktionen und unter der Annahme eines Closings sowie eines vollständigen Kaufpreiseingangs noch im Jahr 2025 passt SCHWEIZER den Ausblick für das Geschäftsjahr 2025 an. Für den Konzern erwartet das Management nun eine Eigenkapitalquote von 20 bis 25 % (bisher: 9 bis 12 %) sowie einen Nettoverschuldungsgrad von -20 bis +20 % (bisher: 100 bis 125 %). Weitere wesentliche Kennzahlen des Konzerns werden durch die Transaktionen nicht wesentlich beeinflusst.